Weihnachten & Steuern: Weihnachtsfeier, Weihnachtsfriede, Winterdienst


Weihnachtsfeier und Co. – Das erwartet Sie in diesem Artikel:

  • Steuerinfos Steuerinfos rund um das Thema Weihnachten
  • Weihnachtsfeier: So veranstalten Sie eine steuerfreie Weihnachtsfeier für Ihre Mitarbeiter!
  • Weihnachtsfrieden: eine friedliche Zeit seitens der Steuerbehörden..
  • Winterdienst: So machen Sie den Winterdienst steuerlich geltend!

Wie jedes Jahr steht Weihnachten und der Jahreswechsel vor der Türe. Passend zum Thema haben wir ein paar weihnachtliche Steuerinfos für Sie zusammengestellt.

Weihnachtsfrieden

Die Weihnachtszeit ist eine Zeit, die mit Ausklang des Jahres sehr ruhig, als auch stressig sein kann: Für viele gehört der gemütliche Bummel über den Weihnachtsmarkt, das Zelebrieren von Tee oder anderen wärmenden winterlichen Heißgetränken und das Zusammensein mit der Familie dazu.

Weihnachtsfrieden

In dieser Zeit verhält sich die Steuerbehörde wie ein friedliches Weihnachtslamm…

Andererseits geht es beruflich in einigen Branchen heiß her, die noch letzte Abschlüsse oder das große Weihnachtsgeschäft z. B. im Verkauf über die Bühne bringen müssen (und seien wir mal ehrlich, auch die Jagd nach Geschenken und Weihnachtsleckereien bzw. die Organisation eines schönen Weihnachtsfestes allgemein kann mit einem gewissen Stresspegel einhergehen).

Wie gut, dass es da seitens der Steuerbehörden wenigstens den sogenannten „Weihnachtsfrieden“ gibt.

In dieser Zeit werden keine Mahn- und Vollstreckungsbescheide erlassen. Der Weihnachtsfriede beginnt gewöhnlich eine Woche vor Weihnachten und dauert bis Anfang Januar.

Weihnachtsfeier

Weihnachtsfeier

Eine Weihnachtsfeier ist eine gute Gelegenheit, um das Betriebsklima zu stärken.

Veranstalten Sie eine Weihnachtsfeier für alle Ihre Mitarbeiter bzw. Betriebsangehörigen? Und ist die Weihnachtsfeier höchstens die zweite Betriebsfeier dieses Jahr?

Dann können Sie die Kosten steuerlich geltend machen. Zumindest dann, wenn Sie alle Voraussetzungen erfüllen.

So dürfen die Kosten pro Teilnehmer 110 Euro brutto (!) nicht übersteigen (Freibetrag). In diesen 110 Euro pro Teilnehmer müssen alle Kosten der Feier enthalten sein. Zum Beispiel Bewirtungskosten, Saalmiete, Personen, die mit der Vorbeitung und Durchführung beauftragt sind, (Musik-)Künstler, etc.

Denn ansonsten zählen die übersteigenden Kosten als Arbeitslohn, der im Rahmen der Lohnsteuer versteuert werden muss (außerdem werden ggf. Sozialabgaben fällig und die Kosten können nicht als Vorsteuerabzug geltend gemacht werden). Dies gilt auch für Minijobber, passen Sie hier also besonders auf, da hier ansonsten Sozialversicherungspflicht droht!

Begleitpersonen werden in bestimmten Fällen dem jeweiligen Arbeitnehmer zugerechnet.

Die Gesamtkosten (inklusive der Umsatzsteuer!) müssen durch die Mitarbeiteranzahl geteilt werden. Aber Achtung: Dazu zählen nur tatsächlich anwesende Mitarbeiter! Kalkulieren Sie also (Spontan-)Absagen unbedingt mit ein, so dass auch dann der Freibetrag nicht überschritten wird.

Übrigens, wenn die Weihnachtsfeier schon Ihre dritte oder gar vierte Betriebsfeier ist, dann müssen Sie entscheiden, für welche zwei Betriebsfeiern der Steuervorteil in Anspruch genommen werden soll (hier bietet sich die am wenigsten kostenintensive(n) Feier(n) an).

Für die übrigen Betriebsfeiern müssen dann Lohnsteuern abgeführt werden (auch wenn manch ein Mitarbeiter nicht an diesen vergangenen Feiern teilgenommen hat). Das geht über die Lohnsteuerpauschalierung, bei der 25 Prozent an Lohnsteuer angesetzt werden können. Doch auch hier gelten wieder bestimmte Bedingungen (sonst werden Sozialabgaben fällig). Zum Beispiel muss die Programmgestaltung typisch sein (untypisch wäre z. B. eine Überreichung von kostenintensiven Geschenken).

Kalkulieren Sie also sehr gut und stellen Sie sicher, dass Sie auch wirklich alle Mitarbeiter eingeladen haben, denn sonst ist der Steuervorteil gefährdet.

Winterdienst Winterdienst

Noch sieht es dieses Jahr nicht nach weißen Weihnachten aus. Doch der Winter hat gerade erst begonnen und der Schnee kommt bestimmt noch – früher oder später.

Und dann heißt es für alle, für die eine gesetzliche Räumpflicht dazu besteht, Schnee und Eis schippen! Insbesondere dann, wenn man wie in einigen Bundesländern üblich, Ordnungsgeldern oder zivilrechtlichen Haftungsansprüchen aus dem Weg gehen möchte (falls jemand vor Ihrem nicht-geräumten Grundstück ausrutscht).

Doch nicht jeder will oder kann selber anpacken und beauftragt eine Firma bzw. eine selbstständige Person mit der lästigen Arbeit. Etwas Gutes hat die Sache: Denn Sie können sich einen Teil dieser Kosten vom Finanzamt wiederholen.

Und zwar im Rahmen von sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen, die in einem gewissen Rahmen steuerbegünstigt sind. Wenn Sie als Eigentümer oder Mieter zum Winterdienst verpflichtet sind, dann kann dieser Räumdienst auch auf öffentlichen Flächen außerhalb des Grundstücks praktiziert werden (also von öffentlichen Straßen und Gehwegen). Dies war lange Zeit strittig, doch mit einem Urteil des Bundesfinanzhofs bestätigt. Beim Winterdienst wird der angrenzende Gehweg (der außerhalb der Grundstücksgrenze liegen kann) als räumlich-funktional zum Haushalt gehörend gezählt.

Tipp: Wenn Sie den Winterdienst außerhalb Ihres Grundstücks steuerlich geltend machen wollen und Ihr Finanzamt die Kosten trotz des Urteils nicht anerkennen will, ist es ratsam mit einem Einspruch dagegen vorzugehen.

Die Arbeitskosten für haushaltsnahe Dienstleistungen können Sie auf Antrag in Höhe von 20 Prozent, maximal jedoch 4.000 Euro (20 Prozent von 20.000 Euro Kosten) im Jahr im Rahmen der Einkommensteuererklärung geltend machen. Nicht begünstigt sind Materialkosten.

Achtung: Als Nachweis benötigen Sie eine Rechnung sowie einen Beleg über die getätigte Überweisung. Barzahlungen werden nicht anerkannt (denn die haushaltsnahen Dienstleistungen sind steuerlich begünstigt, um der Schwarzarbeit entgegen zu wirken).

Quellen: § 35a EStG, Urteil Winterdienst BFH

Zu Weihnachten und dem Jahreswechsel wünschen wir Ihnen alles Gute!
Weihnachtsfeier

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